Röslau

Für Röslau sagt das Modell des Bundesamts für Strahlenschutz 356 Bq/m³ in Wohnräumen voraus. Damit liegt die Gemeinde über dem Referenzwert von 300 Bq/m³.

Das ist eine Prognose, keine Messung. Der Wert stammt aus einem Modell des Bundesamts für Strahlenschutz und beschreibt, was in Wohnungen dieser Gemeinde im Mittel zu erwarten ist. Was in Ihrem Haus ankommt, hängt an Bauweise, Keller, Lüftung und Untergrund und kann um ein Vielfaches darüber oder darunter liegen. Das sagt Ihnen nur eine Messung. Wie das geht.

AngabeWert
Prognose für Wohnräume356 Bq/m³
Referenzwert § 124 StrlSchG300 Bq/m³
Radonvorsorgegebietja — Röslau (Gemeinde)
BundeslandBayern
Postleitzahl95195
Nächste Bodenluft-Rasterzelle577,7 kBq/m³ (Maximalwert der Zelle)
Geologische Einheit dieser ZellePlutsau
Entfernung zur Zellmitte596 m

Röslau liegt in einem festgelegten Radonvorsorgegebiet. Damit gelten hier die zusätzlichen Pflichten für Neubauten und für Arbeitsplätze im Keller und Erdgeschoss.

Was in einem Vorsorgegebiet zusätzlich gilt

Die Länder mussten nach § 121 StrlSchG Gebiete festlegen, in denen erhöhte Radonwerte zu erwarten sind. Dort greifen zwei Pflichten, die anderswo nicht bestehen:

Neubauten (§ 123). Über den ohnehin vorgeschriebenen Feuchteschutz hinaus ist mindestens eine weitere bauliche Maßnahme gegen den Zutritt von Radon zu treffen.

Arbeitsplätze (§ 127). An Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss ist die Radonkonzentration zu messen — und zwar vom Arbeitgeber, auf eigene Kosten, innerhalb der gesetzlichen Frist. Wird der Referenzwert überschritten, sind Maßnahmen zu ergreifen.

Maßgeblich ist immer der Gesetzestext und die Verordnung des Landes, nicht diese Zusammenfassung.

Was der Boden unter Röslau hergibt

Die nächstgelegene Rasterzelle des Bundesamts liegt rund 596 Meter vom Ortsmittelpunkt entfernt und ist der geologischen Einheit Plutsau zugeordnet. Gemessen wurde dort ein Maximalwert von 577,7 kBq/m³ in der Bodenluft.

Bodenluft ist nicht Raumluft. Wie viel davon im Haus ankommt, entscheidet die Dichtigkeit gegen das Erdreich — nicht die Geologie allein. Die Zelle ist rund drei Kilometer breit und beschreibt kein einzelnes Grundstück.

Was Sie in Röslau tun können

Der einzige Weg zu einer belastbaren Zahl ist eine Messung im eigenen Haus, über mindestens zwölf Monate. So läuft das ab.

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Warum Radon überhaupt zählt

Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es entsteht im Boden, ist geruch- und farblos und dringt durch Risse, Rohrdurchführungen und undichte Kellerböden ins Haus. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz ist es nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Das Strahlenschutzgesetz nennt in § 124 einen Referenzwert von 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume. Er ist keine Grenze, ab der etwas verboten wäre — er markiert den Punkt, ab dem geprüft werden soll, ob sich der Wert mit vertretbarem Aufwand senken lässt. Bundesweit liegt die Prognose in 71 Gemeinden darüber.

Wie das ermittelt wurde. Grundlage sind drei Datensätze des Bundesamts für Strahlenschutz: die Prognose für Wohnräume je Gemeinde, 39.684 Bodenluft-Rasterzellen von rund drei Kilometern Kantenlänge und die 210 festgelegten Vorsorgegebiete. Die Bodenzelle wird über den Ortsmittelpunkt zugeordnet und ihre Entfernung ausgewiesen — damit niemand sie für eine Messung auf seinem Grundstück hält.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz, offene Geodaten (WFS) — Prognose Wohnräume, Radon-222 in der Bodenluft und Radonvorsorgegebiete. Stand 2026. Für 10.620 von 11.233 Gemeinden liegt ein Prognosewert vor.

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