Radon messen

Alle Karten der Welt sagen nur, was zu erwarten ist. Was Sie tatsächlich einatmen, sagt ausschließlich eine Messung in Ihrer Wohnung.

Wie eine Messung abläuft

  1. Passive Detektoren bestellen. Kleine Dosen ohne Strom und ohne Geräusch. Sie kosten pro Stück einige zehn Euro, Auswertung eingeschlossen.
  2. Mindestens zwölf Monate aufstellen — im Schlafzimmer und im am häufigsten genutzten Aufenthaltsraum, im untersten bewohnten Geschoss. Kürzere Messungen schwanken stark mit Jahreszeit und Lüftung und taugen nur zur groben Orientierung.
  3. Einschicken und auswerten lassen. Sie erhalten einen Jahresmittelwert in Bq/m³.
  4. Über 300 Bq/m³? Dann lohnt sich die Frage, woher das Gas kommt — meist über den Kellerboden, Rohrdurchführungen oder undichte Kellertüren.

Was dann hilft

Oft reicht Einfaches: regelmäßiges Stoßlüften, Abdichten von Durchführungen, eine dichte Kellertür, das Absaugen der Bodenluft unter der Bodenplatte. Bei Neubauten ist es ungleich billiger, weil die Abdichtung ohnehin eingebaut wird.

Beträge nennen wir keine. Was eine Sanierung kostet, hängt am Haus. Ein Detektor kostet einige zehn Euro — mehr sagen wir nicht, weil wir es nicht wissen.

Was in einem Vorsorgegebiet zusätzlich gilt

Die Länder mussten nach § 121 StrlSchG Gebiete festlegen, in denen erhöhte Radonwerte zu erwarten sind. Dort greifen zwei Pflichten, die anderswo nicht bestehen:

Neubauten (§ 123). Über den ohnehin vorgeschriebenen Feuchteschutz hinaus ist mindestens eine weitere bauliche Maßnahme gegen den Zutritt von Radon zu treffen.

Arbeitsplätze (§ 127). An Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss ist die Radonkonzentration zu messen — und zwar vom Arbeitgeber, auf eigene Kosten, innerhalb der gesetzlichen Frist. Wird der Referenzwert überschritten, sind Maßnahmen zu ergreifen.

Maßgeblich ist immer der Gesetzestext und die Verordnung des Landes, nicht diese Zusammenfassung.

Wie das ermittelt wurde. Grundlage sind drei Datensätze des Bundesamts für Strahlenschutz: die Prognose für Wohnräume je Gemeinde, 39.684 Bodenluft-Rasterzellen von rund drei Kilometern Kantenlänge und die 210 festgelegten Vorsorgegebiete. Die Bodenzelle wird über den Ortsmittelpunkt zugeordnet und ihre Entfernung ausgewiesen — damit niemand sie für eine Messung auf seinem Grundstück hält.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz, offene Geodaten (WFS) — Prognose Wohnräume, Radon-222 in der Bodenluft und Radonvorsorgegebiete. Stand 2026. Für 10.620 von 11.233 Gemeinden liegt ein Prognosewert vor.

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Wer hier steht, zahlt nicht für diesen Eintrag — Aufnahme und Reihenfolge folgen allein den amtlichen Daten des Bundesamts für Strahlenschutz und sind nicht käuflich. Eintrag korrigieren oder löschen lassen (Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO).

Wir fragen für Sie nach

Vier Fragen, dann fragen wir bei Messstellen und Fachbetrieben in Ihrer Nähe nach. Kostenlos und unverbindlich.

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